A20190509 112404m 09. Mai 2019 fuhren 13 gut gelaunte Mitglieder mit der Rheinbahn zu einer Besichtigung und Führung zum Deutschen Klingenmuseum nach Solingen. Auf der Fahrt wurden wir von Peter Langbehn mit einer kleinen Süßigkeit überrascht, was natürlich gut ankam.

Im Museum angekommen, begrüßte uns sogleich eine freundliche Mitarbeiterin, die uns auch durch das Museums führte. Das Museum befindet sich seit 1991 in dem ehemaligen Augustiner-Chorfrauen Stift in Gräfrath. Es ist in seiner Art einzigartig auf der Welt und beherbergt eine Sammlung von Blankwaffen und Schneidgeräten aller Epochen sowie eine 1200 Einzelteile umfassende Bestecksammlung. Seit über 100 Jahren sammelt das Museum Schwerter, Dolche, Messer und Speiseutensilien sowie erschreckende Instrumente eines Medicus.

Unsere Zeitreise begann mit der Bronzezeit, über die Antike, ins Mittelalter, Barock und Renaissance bis ins 21. Jahrhundert. So waren Waffen und primitive Schneidwerkzeuge aus
Bronze oder Zinn von 3000 Jahre vor Christi zu sehen. Bis ins 16. Jahrhundert war Bronze das bevorzugtes Material für Waffen und Messer, Schmuck und Zierrat. Danach wurde durchweg geschmiedet, da hierdurch härtere Waffen und Werkzeuge hergestellt werden konnten.

Aschaulich wurden uns die vielen interessanten Hintergründe der Exponate erklärt. Wer erfand die Gabel? Seit wann kennen Menschen die Schere, das Messer, den Löffel? Wie fertigte man in früheren Zeiten einen Degen und welches Material verwendete man dafür?

Aufgelockert wurde die Führung durch Fragen und Erklärungen nach früheren und heutigen Redewendungen. So ist uns zum Beispiel das Wort „Gelage“ zwar bekannt, aber wissen wir auch, woher es kommt? Vornehme Römer aßen gewöhnlich liegend auf einem Sofa, man nannte es „cline“. Liegend deshalb, weil dann mehr gegessen werden konnte bis hin zur Völlerei, also einem Gelage. Oder das Wort Besteck war damals das Beigesteck. Man kannte in der Bronzezeit noch keine Gabel, sondern nur Messer und Löffel, die stets am Gürtel getragen wurden, das war das Beigesteck. Warum hatten Reisende an ihren Schwertgriffen einen schwarzen Kopf? Das Böse sollte sich erschrecken und verschwinden.

Durch die vielen Eindrücke verging viel zu schnell die Zeit. Doch wir trösteten uns mit einem anschließenden Besuch bei der Firma Haribo.
In fröhlicher Stimmung mit einer Tüte Lakritz in der Hand machten wir uns auf den Heimweg.

Ellen Jasper

   
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