Übersetzung unserer Mundartseite in der Medamana 3/2013

Eine Laudatio auf das alte Mettmann, von wem geschrieben, das weis ich nicht, auch nicht wann das war, bestimmt vor langer Zeit, denn Mettmann heute, mit der Baustelle Königshofstraße und dem verkorksten Übergang zum Lavalplatz.- Damit kann man keinen Staat machen, trotzdem ist es nett, aus alter Zeit was gutes zu hören.

Eine Laudatio

Nichts ist schöner auf der Welt,
als mein Mettmann, was mir so gefällt,
es ist egal, wo ich auch bin,
schnell hab ich genug, und will wieder hin.
Schon allein der Urlaub nur,
ist die reinste Prozedur
Und ist die Gegend noch so nett,
alles sauber und komplett,
ich denk an Zuhause, wo alles bekannt,
an das schöne Mettmann im bergischen Land.
Auch der Rhein ist nicht weit weg,
ganz bestimmt ein schöner Fleck,
es ist egal, wohin man will,
wir liegen in der Mitte drin.
Die letzten Jahre sind ihr gut bekommen,
viel hat sich verändert, ist anders geworden,
so manches gute alte Stück,
musste weg und hatte kein Glück.
Das„Tönnchen“ und die Pulvergasse (Wallstraße),
im ersten gab es oft viel Spass
und der Platz vor Burbergs Fabrik,
mit all den Kastanien, Stück für Stück..
Die Prozession, in jedem Jahr,
am schönsten dann am Königshof war,
Das Laubacher Tor und vieles mehr,
all das gibt es nun nicht mehr.
Als alter Mettmanner hab ich es im Sinn
und oft in Gedanken geh ich nochmal hin,
auch denkt man an die Jugend zurück,
an das alte Mettmann, das gute Stück.
Es soll gewiss kein Vorwurf sein,
auch jetzt ist es schön, es muss wohl so sein,
sauber gekehrt, so haben wir es gern
ob bei Sonnenschein oder Regen.
Die Fußgängerzone ist gut gelungen,
manch fröhliches Lied wurde hier schon gesungen.
Der Brunnen, vor der Kirche und Markt,
ist wunderschön und akurat.
Die Schäfchen mitten in der Stadt,
auf jeden seine Wirkung hat.
Der Findling und das andere all,
gefällt den Leuten auf jeden Fall.
Dann im Winter, der Blotschenmarkt,
auf so was haben wir lange gewartet
und im Sommer, das allerbeste,
nun das schönste aller Feste,
dann sieht man sie feiern, überall
und jeder ist lustig, solange er kann.
Viele Leute sieht man wieder, die lange schon weg,
gern kommen sie wieder, für den schönen Zweck.
Dicht an dicht stehen die Buden auf dem Markt,
wenn wir das Heimatfest feiern, nach Mettmanner Art,
dann soll einer sagen,wir wären stur,
wer uns nicht kennt, kann das meinen nur.
Unser Wahrzeichen sieht man von weitem schon,
den schlanken  ranken Lambertusturm.
Nicht zu vergessen, das ist klar,
die evangelische Kirche mit ihren Tor.
Das alles und noch vieles mehr,
gibt es in Mettmann, drum bleiben wir hier,
es gibt es für alle, besonders für Kenner,
unser wunderschönes Städtchen am platten Eimer!

Als früher Mettmann noch ein Dorf war und die Leute den Bauern im Herbst noch helfen mussten, war das Leben nicht gemütlich. Heute erledigen die Maschinen diemeiste Arbeit. Die sich im Herbst häufende Arbeit, wurde „Em Beu“ genannt. Und unser Heimatdichter Fritz Geldmacher hat darüber ein Gedicht geschrieben.

 Em Beu

Die Sonne hat wieder genug geschienen,
das Korn und Weizen richtig reifen konnten.
Schon sind die Bauern überall am mähen
und von dem Heu sie große Husten (Heuhaufen) bauen.

Kaum fängt der Tag so eben an zu grauen,
geht es schon auf das Feld mit alle Mann,
denn jetzt heißt es sich regelrecht zu tauen (bewegen),
um zu zeigen, wie viel jeder schaffen kann.

Den ganzen Tag die Schobben (Getreidegarben) aufzustecken,
und auszuhalten in der Sonnenglut,
das ist so einfach nicht in all den Wochen,
ist auch die Kost „em Beu“ besonders gut.

Denn in der Scheune die Schobben  voran zu schmeissen,
und hinzulegen immer nett aufeinander,
ist auch kein Kinderspiel, doch das zu wissen,
ist kein Fehler und bringt manches ein.

„em Beu“ zu helfen, das ist kein Vergnügen,
doch schmeckt das Butterbrot dann besser, ganz bestimmt,
und wenn sich alle davon überzeugen,
dann jeder gern mit Dank sein Butterbrot nimmt.

   
© Aule Mettmanner